
Dieses Kartoffel-Nussbrot ist mein Geheimtipp für alle, die glutenfrei und ohne Fertigmehlmischung ein saftiges und nussiges Brot genießen möchten. Knusprige Kruste und ein lockerer Kern — dieses Rezept hat Familienfeiern bei uns schon oft besonders gemacht.
Ich erinnerte mich an die ersten kalten Herbsttage, als ich dieses Brot zum Testen buk und den Duft von Tee und gerösteten Nüssen meine Küche erfüllte. Jetzt fragen selbst Nachbarn und Freunde regelmäßig nach dem Rezept.
Zutaten
- Earl Grey Tee: abgekühlt, gibt dem Brot ein feines Aroma und ersetzt Feuchtigkeit, hochwertige Tees sorgen für besseren Geschmack
- Kartoffelpüree: macht das Brot saftig, Bioqualität ohne Zusätze bringt bestes Ergebnis
- Gemahlene Flohsamenschalen: binden und machen die Krume locker, sie sollten frisch und fein gemahlen sein
- Reismehl: sorgt für zarte Krume, möglichst frisches Mehl verwenden
- Buchweizenmehl: gibt dem Brot einen rustikalen Ton, kann durch Hirse- oder Hafermehl ersetzt werden
- Kartoffelstärke oder Tapiokastärke: macht das Brot elastisch, Bioqualität verbessern Struktur
- Xanthan: sorgt für Bindung im glutenfreien Teig, kann auch durch Guarkernmehl ersetzt werden
- Salz: hebt die Aromen, eine feine Sorte wie Meer- oder Steinsalz verwenden
- Frisch- oder Trockenhefe: für Luftigkeit, möglichst frische Hefe verwenden
- Geröstete Haselnüsse oder andere Lieblingsnuss: geben Crunch und Aroma, immer frisch rösten und nach Geschmack dosieren
- Glutenfreie Lievito Madre: für noch mehr Geschmack, optional direkt aus dem Kühlschrank nutzbar
Zubereitung
- Quellstück ansetzen:
- Den abgekühlten Tee mit Kartoffelpüree und gemahlenen Flohsamenschalen gründlich verrühren. Die Mischung bei Raumtemperatur für 30 Minuten quellen lassen. So baut sich die Basis für die bindige und saftige Textur auf.
- Trockene Zutaten mischen:
- Alle Mehle, Salz, Xanthan und optional die Hefe in eine große Rührschüssel geben. Dabei locker mit einem Schneebesen oder Handrührgerät vermengen. Das sorgt für eine ideale Verteilung und garantiert gleichmäßigen Teig.
- Teig zusammenführen:
- Nach der Quellzeit Quellstück und restliche Zutaten (außer der restlichen Flüssigkeit) zur Mehlmischung geben. Den Teig langsam für eine Minute kneten. Dann auf mittlerer Stufe etwa vier Minuten weiterarbeiten. Währenddessen die abgemessene Flüssigkeit nach und nach zugießen. Nur so viel verwenden, bis der Teig eine formbare, leicht elastische Konsistenz zeigt.
- Teig ruhen lassen:
- Den Teig abgedeckt zehn Minuten ruhen, anschließend drei Minuten auf niedriger Stufe kneten. Dadurch entspannt sich das Stärkegerüst und das Brot wird besonders locker.
- Formen und Gehen:
- Arbeitsfläche und Hände leicht mit glutenfreiem Mehl bestäuben. Die Teigkugel sanft zu einem runden Laib formen, in ein vorbereitetes bemehltes Gärkörbchen legen. Glatte Seite nach unten. Der Teig geht jetzt bei Raumtemperatur, je nach Wärme, ein bis zwei Stunden, bis sich das Volumen sichtbar vergrößert.
- Backen und abkühlen:
- Backofen samt Bräter auf 250 Grad Ober-/Unterhitze mindestens dreißig Minuten vorheizen. Ein Stück Backpapier passend zuschneiden. Den Teig vorsichtig darauf stürzen und in den heißen Bräter legen. Mit Deckel verschließen. Im geschlossenen Bräter fünfunddreißig Minuten bei 250 Grad backen. Dann auf 230 Grad reduzieren und weitere fünfundzwanzig Minuten nachbacken, Deckel abnehmen. Die letzten fünfzehn Minuten offen fertig backen. Danach sofort aus dem Topf heben und auf einem Gitter komplett ohne Backpapier erkalten lassen.

Ich habe dieses Brot schon für viele Feiern gebacken und jedes Mal Komplimente bekommen. Besonders schön war es, als mein Sohn nach eigener Unverträglichkeitsdiagnose das erste Mal wieder eine knusprige Brotscheibe genießen konnte. Auch Gäste mit herkömmlicher Ernährung sind regelmäßig überrascht von Aroma und Textur.
Lagerungstipps
Das Kartoffel-Nussbrot sollte nach dem Auskühlen in einem sauberen Baumwollbeutel oder Brotkasten aufbewahrt werden. So bleibt es mehrere Tage frisch. Feuchtes Klima vermeiden, damit keine Rinde weich wird. Bei längerer Lagerung einfach Scheiben einfrieren und bei Bedarf kurz toasten. Gefrorene Scheiben halten das Aroma besonders gut und sind innerhalb weniger Minuten genussbereit.
Zutaten austauschen
Dieses Brot ist extrem wandelbar. Statt Earl Grey ist Hibiskus, Malve oder Grüntee möglich. Wer Histamin vermeiden muss, greift zu Alternativen wie Hirse oder Hafermehl statt Buchweizen. Wer keine Kartoffel mag, nutzt Pastinaken oder Kürbis aus dem Gläschen. Am besten immer auf Bioqualität setzen, um ein möglichst reines Ergebnis zu bekommen.
Serviervorschläge
Das Kartoffel-Nussbrot schmeckt pur nussig und leicht süßlich. Besonders gut passt es zu herzhafter Butter, Frischkäse oder vegetarischen Brotaufstrichen. In Scheiben getoastet ist es ein Hit zum Frühstück. Oder du probierst es als herzhafte Stulle mit Rote Bete Carpaccio und Walnüssen. Für Kinder auch als Snack mit Apfelmus beliebt.
Kulturelle Hintergründe
Kartoffelbrot hat in vielen deutschen Regionen eine lange Tradition. Mit Nüssen kombiniert bekommt das Rezept eine moderne Note, die auch Menschen mit speziellen Ernährungsbedürfnissen begeistert. Glutenfreies Brot war früher selten, jetzt ist es ein Symbol für Kreativität und Zusammenhalt in der Küche.
Saisonale Varianten
Im Herbst bringe ich gerne Walnüsse und Kürbispüree ins Spiel. Für das Frühjahr eignen sich Pistazien und gemahlener Fenchel. Sommerlich frisch wird es mit Zitronenthymian und Sonnenblumenkernen. So wird das Grundrezept immer wieder anders erlebbar. Vielfältige Pürees statt Kartoffel je nach Jahreszeit verwenden. Nüsse nach Saison und Vorliebe variieren. Tee oder Mehl individuell anpassen für neue Geschmackserlebnisse.
Freezer Meal Conversion
Das Brot lässt sich bestens vorbereiten und einfrieren. Einfach das abgekühlte Brot in Scheiben schneiden, in Frischhaltefolie einschlagen und portionsweise entnehmen. Über Nacht im Kühlschrank oder kurz im Toaster aufwärmen. Wer oft Brot braucht, kann gleich mehrere Brote hintereinander backen und auf Vorrat lagern. So ist glutenfreies frisches Brot immer griffbereit.

Dieses Rezept begeistert jedes Mal auf’s Neue. Probier dieses glutenfreie Kartoffel-Nussbrot aus und erlebe echten Brotgenuss — ganz ohne Kompromisse.
Fragen & Antworten zur Rezeptanleitung
- → Welche Nüsse eignen sich am besten?
Haselnüsse sind besonders aromatisch, aber auch Walnüsse oder Mandeln passen sehr gut zu diesem Brot.
- → Wie kann ich das Brot histaminarm gestalten?
Verwenden Sie Malven- oder Hibiskustee statt Earl Grey und ersetzen Sie Buchweizenmehl durch Hirsemehl oder Hafermehl.
- → Was mache ich, wenn ich keine glutenfreie Lievito Madre habe?
Die Lievito Madre ist optional. Sie können sie einfach weglassen oder mehr Hefe verwenden.
- → Kann ich auch andere Pürees statt Kartoffel verwenden?
Pastinaken- oder Kürbispüree sind gute Alternativen und sorgen ebenfalls für Saftigkeit.
- → Wie bekomme ich eine knusprige Kruste?
Das Backen im vorgeheizten Bräter mit Deckel sorgt für eine besonders knusprige Kruste.
- → Wie lange bleibt das Brot frisch?
Gut verpackt bleibt das Brot zwei bis drei Tage frisch und kann auch eingefroren werden.