
Zimtschnecken sind das perfekte Hefegebäck für gemütliche Sonntage und sorgen stets für einen verführerischen Duft in der Küche. Besonders diese glutenfreie Variante hat mir geholfen, meine Liebe für klassisches Gebäck mit Unverträglichkeiten zu verbinden — niemand vermisst hier Weizen oder Laktose am Frühstückstisch.
Meine Familie wünscht sich diese Zimtschnecken inzwischen zu jedem festlichen Brunch. Die weiche Textur und der zimtige Kern sind einfach unwiderstehlich und haben uns schon viele sonnige Nachmittage versüßt.
Zutaten
- Reismehl: Gibt Struktur und sorgt für eine schöne Krume, wähle ein sehr feines Produkt.
- Maismehl: Bringt Farbe und einen milden Maisgeschmack, Sorghummehl funktioniert als Ersatz.
- Tapiokastärke: Macht die Zimtschnecken saftig, du kannst auch Kartoffelstärke nehmen.
- Vanille-Puddingpulver: Für einen Hauch Cremigkeit, reguläres Puddingpulver passt ebenso gut.
- Gemahlene Vanille: Verleiht einen warmen Duft, echte Bourbonvanille schmeckt aromatischer.
- Xanthan: Hilft bei der Bindung des Teigs, unentbehrlich bei glutenfreien Backwaren.
- Flohsamenschalen: Geben dem Gebäck Volumen, achte auf sehr feine Qualität.
- Salz: Hebt den Eigengeschmack.
- Backpulver: Treibt den Teig und macht ihn locker, Weinsteinbackpulver wäre eine gute Bio-Alternative.
- Puderzucker: Für eine zarte Süße, fein sieben für das beste Ergebnis.
- Butter (laktosefrei): Macht das Gebäck besonders zart, unbedingt sehr weich verwenden.
- Buttermilch (laktosefrei): Für fluffige Konsistenz oder durch Pflanzenmilch mit Schuss Zitrone ersetzen.
- Eier: Binden und machen den Teig elastisch, Bio-Eier sind besonders aromatisch.
- Ceylon-Zimt (gemahlen): Sorgt für das typisch süßliche Zimtaroma, greife zu Ceylon-Varianten wegen ihres milden Geschmacks.
- Kristallzucker oder Rohrzucker: Geben karamelligen Biss für den Zimtkern.
- Haselnüsse (gemahlen, optional): Für nussige Tiefe, frisch gemahlene Nüsse nutzen.
- Eigelb: Bringt Glanz auf die Oberfläche, am besten frisch verwendet.
- Milch (laktosefrei): Zum Bestreichen, Pflanzenmilch ist ebenfalls möglich.
- Hagelzucker: Für ein hübsches Finish beim Bestreuen.
- Mehl: Für die Arbeitsfläche, sorge für ausreichend Bestäubung damit nichts klebt.
- Backmatte: Verhindert Festkleben und hilft beim Einrollen.
- Nudelholz: Wichtig für ein gleichmäßiges Ausrollen.
Zubereitung
- Mehlmischung vorbereiten:
- Alles an Reismehl, Maismehl, Tapiokastärke, Puddingpulver, Xanthan, Flohsamenschalen, Salz, Backpulver und Puderzucker in eine große Schüssel geben und für zehn Sekunden mit niedriger Geschwindigkeit vermengen. Das sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Triebmittel und Bindemittel.
- Feuchte Zutaten hinzufügen:
- Butter, Buttermilch und Eier dazumischen und den Teig zwei Minuten lang kräftig verkneten. Der Teig sollte danach eine ballige, formbare Konsistenz haben — ruhen lassen, damit die Bindemittel wirken und der Teig elastischer wird.
- Teig ausrollen:
- Arbeitsfläche und Backmatte großzügig bemehlen, den leicht klebrigen Teig auf ein Rechteck mit etwa einem Zentimeter Dicke ausrollen. Ein ordentliches Nudelholz erleichtert das gleichmäßige Ausrollen.
- Füllung auftragen:
- Die übrige Butter auf der Teigoberfläche verstreichen, dabei die Ränder aussparen. Dann Zimt und Zucker, eventuell gemahlene Haselnüsse, gleichmäßig darauf verteilen. Das sorgt später für den saftigen Kern.
- Ränder bestreichen:
- Eigelb mit Milch sorgfältig verquirlen und mit dem Backpinsel auf die Ränder des Teigs streichen. Dieser Schritt hilft, dass der Teig später schön verschlossen bleibt.
- Teig rollen und portionieren:
- Den Teig von der breiten Seite aufrollen durch vorsichtiges Anheben der Matte. Beim Schneiden darauf achten, die Stücke etwa zwei Zentimeter dick zu schneiden und auf dem Backblech etwas zu formen, damit sie schön rund bleiben.
- Backen:
- Backofen auf zweihundertzwanzig Grad Ober- Unterhitze vorheizen. Zimtschnecken mit der restlichen Ei-Milch-Mischung bestreichen, nach Wunsch noch etwas Zimt und Hagelzucker aufstreuen. Auf mittlerer Schiene etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten backen, bis goldbraun.
- Abkühlen lassen:
- Die fertigen Zimtschnecken aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter nur kurz abkühlen lassen. Lauwarm schmecken sie am allerbesten.

Der Duft von Ceylon-Zimt ist bei uns zum Synonym für Familienzeit geworden. Besonders an grauen Wintertagen holen diese Zimtschnecken alle an einen Tisch. Ich liebe es, frische Haselnüsse zu mahlen und in die Füllung zu geben — das verleiht dem Gebäck eine herbstlich-nussige Note.
Aufbewahrungstipps
Zimtschnecken halten sich gut abgedeckt ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur. Für längere Frische empfehle ich, sie luftdicht in einer Dose im Kühlschrank aufzubewahren. Besonders gern friere ich die Schnecken portionsweise ein. Kurz aufbacken und sie schmecken wie frisch gebacken.
Zutaten ersetzbar
Anstelle von Butter kann für eine vegane Variante pflanzliche Margarine verwendet werden, und bei der Milch eine Nuss- oder Hafermilch. Sorghummehl ist ein toller Ersatz für Maismehl, sollte dies nicht verfügbar sein. Statt Haselnüssen eignen sich auch Pekannüsse oder Mandeln als Füllung.
Serviervorschläge
Lauwarm mit einer Tasse Kaffee oder Kakao sind sie ein absoluter Genuss. Ein Frischkäsefrosting aus veganem Frischkäse und Zitrone rundet sie zur Kuchenspezialität ab. Für den Brunch lege ich sie gern dekorativ auf eine Platte und bestreue noch extra Hagelzucker.
Herkunft und Tradition
Zimtschnecken haben ihre Wurzeln in Skandinavien und sind dort seit Generationen das Highlight der Kaffeepause. Dass diese gluten- und laktosefreie Version genauso saftig und aromatisch ist wie das Original, zeigt wie vielseitig klassisches Gebäck sein kann. Inspiration kam für mich durch eine Reise nach Stockholm, wo der erste Biss in eine kanelbulle mein Herz erobert hat.
Saisonale Varianten
Im Herbst ergänze ich fein gehackte Äpfel zur Füllung. Im Frühling passen feine Erdbeerstückchen hervorragend. Auch eine Prise Kardamom im Winter gibt eine wärmende Note und lässt das Gebäck noch skandinavischer wirken.

Schneide die Schnecken unbedingt mit einem sehr scharfen Messer — so behalten sie ihre schöne Form und der Zimtkern läuft nicht aus. Mit etwas Übung wird das glutenfreie Ausrollen ganz einfach gelingen.
Fragen & Antworten zur Rezeptanleitung
- → Welche Mehlsorten werden für den Teig verwendet?
Für den Teig werden Reismehl, Maismehl und Tapiokastärke kombiniert, um eine leichte und lockere Konsistenz zu erreichen.
- → Wie bleibt der Teig trotz glutenfreier Zutaten fluffig?
Durch die Zugabe von Xanthan und Flohsamenschalen erhält der Teig Struktur und bleibt nach dem Backen schön locker.
- → Wie gelingt die Zimtfüllung besonders aromatisch?
Am besten eignet sich fein gemahlener Ceylon-Zimt, der gemeinsam mit Zucker und optional Haselnüssen auf den Teig gestreut wird.
- → Kann die Butter und Buttermilch ersetzt werden?
Für eine laktosefreie Variante werden laktosefreie Butter und Buttermilch verwendet. Alternativ funktionieren pflanzliche Produkte.
- → Wie werden die Zimtschnecken nach dem Backen am besten serviert?
Frisch aus dem Ofen und lauwarm serviert, schmecken die Zimtschnecken besonders köstlich und weich.
- → Worauf sollte beim Ausrollen des Teigs geachtet werden?
Den Teig mit ausreichend Mehl bestäuben und nicht zu straff aufrollen, damit die Schnecken beim Backen nicht aufreißen.