Anheften
Dieses Rindergulasch mit Rotwein ist pure Wohlfühlküche — saftiges Rindfleisch schmort langsam im aromatischen Sud mit roten Zwiebeln und einem guten Schuss Rotwein. Perfekt für einen entspannten Sonntag oder wenn Gäste kommen.
Für mich ist dieses Gulasch ein Klassiker voller Erinnerungen — an kalten Tagen für die Familie gekocht, verströmt es beim Schmoren einen Duft, der jedes Mal die Vorfreude auf das Essen weckt.
Zutaten
- Rindfleisch: Am besten in Würfeln vom Schulterstück oder Wade schneiden, damit es schön mürbe wird beim Schmoren.
- Rote Zwiebeln: Sorgen für Süße und runden das Geschmackserlebnis ab, je feiner sie geschnitten sind, desto besser binden sie die Soße.
- Knoblauch: Für feine Würze, frisch gepresst besonders aromatisch.
- Oregano: Trockene oder frische Blättchen bringen würzige Tiefe.
- Frische Petersilie: Sorgt zum Schluss für Frische am Gaumen.
- Tomatenmark: Gibt feine Säure und unterstützt die Bindung der Soße — achte auf gutes, dickes Mark.
- Trockener Rotwein: Hochwertiger Wein sorgt für Tiefe, am besten ein kräftiger wie Spätburgunder oder Dornfelder.
- Wasser und Rinderbrühe: Flüssigkeiten zum Schmoren — Brühe am besten ohne Zusätze wählen.
- Paprika edelsüß: Für milde, aromatische Würze, extrafein gemahlen.
- Paprika rosenscharf: Gibt angenehme Schärfe — fein abgestimmt mit edelsüß kombinierbar.
- Salz und Pfeffer: Frisch gemahlen, am Ende abschmecken und nachwürzen.
- Öl: Zum Anbraten erhitzbar, wie Sonnenblumenöl, wichtig für die Röststoffe.
- Schmand oder Crème fraîche: Optionales Topping, rundet das Gericht herrlich ab.
Anleitung
- Zwiebeln und Fleisch vorbereiten:
- Zwiebeln schälen und grob würfeln, Knoblauch fein hacken oder pressen. Das Rindfleisch gegebenenfalls in kleinere Stücke schneiden, damit es gleichmäßig gart.
- Fleisch scharf anbraten:
- In einem großen Topf Öl stark erhitzen. Fleisch portionsweise hineinlegen und von allen Seiten kräftig anbraten, dann herausnehmen und beiseite stellen.
- Zwiebeln anschwitzen:
- Zwiebeln direkt in den Bratensatz geben und bei mittlerer Hitze glasig dünsten, Reste vom Topfboden mit einem Holzlöffel lösen.
- Tomatenmark und Knoblauch rösten:
- Tomatenmark und Knoblauch zu den Zwiebeln geben und kurz anrösten, bis es duftet. Das angebratene Fleisch zurück in den Topf geben und alles gut vermengen.
- Rotwein einarbeiten und schmoren:
- Rotwein in kleinen Portionen angießen und jeweils einkochen lassen. Dann Wasser, Brühe, beide Paprikasorten und Oregano hinzufügen, umrühren, zudecken und bei niedriger Hitze mindestens 1,5 Stunden schmoren lassen.
- Soße einkochen:
- Wenn das Fleisch weich ist, den Deckel abnehmen und die Soße offen je nach Bedarf weitere 15—30 Minuten einkochen, dabei ab und zu umrühren.
- Abschmecken und servieren:
- Mit Salz und Pfeffer verfeinern, nach Belieben Schmand oder Crème fraîche unterrühren und mit gehackter Petersilie bestreuen. Heiß mit Kartoffeln, Nudeln oder Spätzle genießen.
Meine liebste Zutat ist hier eindeutig der Rotwein, der dem Gulasch einen typisch vollmundigen Geschmack gibt. Unvergessen bleibt das erste Mal, als ich diese Variante meiner Familie serviert habe — alle waren begeistert und es wurde ein echtes Festessen.
Aufbewahrungstipps
Gulasch hält sich gekühlt drei Tage und gewinnt mit jedem Aufwärmen an Aroma. Komplett auskühlen lassen, luftdicht verpacken und für längere Zeit portionsweise einfrieren — mindestens drei Monate bleibt es lecker.
Austausch von Zutaten
Statt Rindfleisch kann man auch Schwein oder Lamm verwenden, je nach gewünschter Garzeit. Fehlt Rotwein, eignet sich Traubensaft gemischt mit etwas Essig als Alternative. Für die vegetarische Variante schmecken gegarte Bohnen oder Räuchertofu, Paprikapulver ist für das typische Aroma unerlässlich.
Serviervorschläge
Kartoffelpüree passt traditionell wunderbar, alternativ breite Nudeln oder frische Spätzle. Ein Klecks Crème fraîche und eingelegte Gurken oder scharfes Chutney runden das Gericht ab.
Kultureller Hintergrund
Rindergulasch stammt ursprünglich aus der ungarischen Küche und wurde in vielen deutschen Regionen übernommen — das Schmoren war früher eine Methode, preiswertere Fleischstücke köstlich und zart zuzubereiten und Rotwein verleiht Feiertagscharakter.
Saisonale Varianten
Im Winter mit Wurzelgemüse wie Karotten oder Sellerie ergänzen. Im Frühling sorgen frische Kräuter wie Bärlauch oder Schnittlauch für neuen Geschmack, im Sommer bringen Paprika und Zucchini Farbe und Frische auf den Teller.
Dieses Gulasch gelingt auch Kochanfängern — es lässt sich wunderbar vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag noch besser. Wer es einmal selbst macht, wird immer wieder darauf zurückkommen!
Fragen & Antworten zur Rezeptanleitung
- → Wie bleibt das Rindfleisch beim Schmoren zart?
Das Fleisch wird bei niedriger Hitze langsam und mit genügend Flüssigkeit geschmort, damit es saftig und weich bleibt.
- → Kann man statt Rotwein eine andere Flüssigkeit benutzen?
Alternativ eignet sich kräftige Brühe oder Traubensaft für ein milderes Aroma.
- → Welche Beilagen passen am besten dazu?
Kartoffeln, Nudeln oder Spätzle ergänzen das Gericht traditionell besonders gut.
- → Wie wird die Soße sämig?
Bei Bedarf ohne Deckel weiter köcheln lassen, damit die Flüssigkeit reduziert und die Soße eindickt.
- → Kann das Gericht vorbereitet werden?
Ja, es eignet sich hervorragend zum Vorbereiten und lässt sich gut am nächsten Tag aufwärmen.